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Sport ist Mord und Glückseligkeit zugleich

Autor: Flora | Datum: 23 Oktober 2015, 15:57 | 0 Kommentare

Sport ist Mord, vor allem in bei einer Luftfeuchtigkeit um 80 % und Temperaturen um 30 Grad Celsius. Und dennoch, ich fühle mich einfach fantastisch, sobald ich angefangen habe. Ich schleiche zwar im Schildkrötentempo über die Laufstrecke, aber das macht nichts. Beim Joggen habe ich endlich mal wieder das Gefühl alles um mich herum zu vergessen. Gleichzeitig hat es auch den positiven Effekt, dass ich ein paar Pfunde wieder abtrainiere, die ich im Laufe der Zeit durch das gute Essen angesetzt habe. So kommt eins zu anderen und plötzlich werde ich von einer Freundin zum Bauchtanz mitgenommen. Als sie das zum ersten Mal vorschlägt, bin ich erkältet und hoffe ein bisschen, drum herum zu kommen. Aber nichts da, es gibt kein Entkommen. So werde ich am Mittwoch eingesammelt und trotz meiner Beschwerden („ ich hätte doch Muskelkater, da ich gestern joggen gewesen bin“) zu meiner ersten Trainingsstunde im Bauchtanz geschleppt.

 Zum Glück befindet sich das Sportcenter ganz in der Nähe des Krankenhauses, sodass Lea und ich dort zu Fuß hinlaufen können. In Abellana kann man nicht nur laufen und tanzen, man kann so ziemlich jeden Sport machen, denn man sich vorstellen kann. So kann man Schulklassen Choreographien für den nächsten Wettkampf einstudieren sehen, aber es wird auch geboxt, geturnt, geschwommen und nicht zu vergessen fleißig Zumba getanzt. Was ich besonders toll finde, man kann Badmintonfelder mieten. So hoffe ich meinen Plan bald wieder ein spannendes Badmintonmatch mit ein paar Krankenpflegern/innen auszufechten, die mich schon dazu eingeladen haben.

Nun aber zurück zu meinem Bauchtanzunterricht. Leider werden die Bewegungen von der Trainerin nicht erklärt, also bleibt mir gar nichts anderes übrig, als es einfach auszuprobieren. Andererseits hätte mir eine Erklärung gar nicht so viel gebracht, da ich leider immer noch Schwierigkeiten mit der Sprache habe. Die anderen Frauen brauchen auch gar keine Hilfestellungen mehr, denn bei allen sieht es schon sehr professionell aus. So bin ich mit die Einzige, die nicht so geschmeidig die Hüften schwingen kann, wie die Trainerin. Auch Yen, meine Freundin, macht sich sehr gut. Ich habe mich bemüht, das muss man mir zur Gute halten, aber ich denke, ich brauche noch ein paar Übungsstunden, um mit den Anderen mithalten zu können. Alles in allem muss ich aber echt sagen, dass ich Spaß hatte und das nächste Mal, wenn ich gefragt werde, mitzukommen, nicht Nein sagen werde.

Ansonsten geht es für mich in gewohnten Wegen weiter. Unter der Woche bin ich im Krankenhaus auf verschiedenen Stationen als beobachtende Krankenschwester, während ich am Wochenende nach Mandaue fahre, um in meiner Kirche, sowohl im Chor mitzusingen als auch an den Jugendtreffen teilzunehmen. Die Jugend hat mich inzwischen gut aufgenommen, auch wenn die Sprache leider eine Barriere darstellt. Denn die meisten sprechen ein gutes Englisch, wenn auch einige etwas schüchtern sind . Ich bin immer wieder beeindruckt, wie schon kleine Kinder sich mit mir auf Englisch unterhalten können, bzw. mich zumindest verstehen. Das liegt daran, dass schon in der Preschool Englisch unterrichtet wird und, dass im Unterricht großenteils Englisch oder Filipino und nicht die lokale Sprache Visayan gesprochen wird.

Heute musste ich leider aus dem schönen kleinen Zimmer ausziehen und mich damit von Lea als meine Mitbewohnerin verabschieden. Die Trennung fällt mir nicht leicht, da sich unseren kleinen Entspannungseinheiten beim Hörbuchhören immer mehr zu einem Stück Zuhause entwickelt haben. So wohne ich jetzt mit einer Filipina, Ate Annabell, in dem Krankenhausdormatory zusammen. Mal schauen, wie die erste Nacht im neuen Zuhause ohne Klimaanlage wird. 

 

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