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Ein Kurztrip zu Jena

Autor: Flora | Datum: 02 Oktober 2015, 15:25 | 1 Kommentare

Heute wagen wir es. Wir wagen es alleine zu reisen. Dafür müssen wir um 2:45 aufstehen, damit wir das Taxi, das um 3 Uhr vor dem Hostel auf uns wartet auch bekommen. Wir stehen so früh auf, weil wir so schnell wie möglich in Leyte, Ormoc sein wollen, um Jena zu besuchen. Wir wollen ja noch den ganzen Samstag zusammen verbringen und die Stadt zusammen erkunden. Aber Pustekuchen, nachdem wir anderthalb Stunden darauf warten, dass der Schalter geöffnet wird, warten wir nochmal eine Stunde. Daraufhin wird uns gesagt, dass aufgrund der Wetterlage das Schiff leider nicht fährt und wir noch einmal fünf Stunden warten dürfen, falls überhaupt noch ein Schiff fährt. Eigentlich sieht die See ganz ruhig aus, aber in der Nähe des Äquators kann man nie wissen, wie sich die Wetterlage entwickeln wird, also ist Vorsicht geboten. Warten und hoffen. Glücklicherweise fährt noch eines, wenn auch erst vier Stunden später.

Ziemlich erschöpft kommen wir am Hafen in Ormoc an. Die Stadt liegt mit dem Auto nur eine Stunde von Jenas Einsatzort entfernt. Nach der ersten großen Wiedersehensfreude, verwöhnt Jena uns nach Strich und Faden. Die beste Ananas meines Lebens, ein richtiger Kaffee (normalerweise trinke ich hier nur instant Kaffee, um überhaupt etwas Warmes zu trinken) und die langersehnte Maniküre und Pediküre. Und wir quatschen, lachen und tauschen uns mal richtig schön auf Deutsch aus. Der Freund von Jena, der uns netterweise abholt, steht ein bisschen bedröppelt daneben, weshalb wir ab und zu doch mal in Englische wechseln. Größtenteils wird die Konversation doch auf Deutsch bestritten, zu groß ist die Freude endlich wieder  in der Muttersprache sprechen zu können.

Auf der Fahrt nach Kananga, sehe ich zum ersten Mal ein Wasserbüffel, das Nationaltier der Filipinos. Wir haben uns direkt angewöhnt, von alles und jedem Fotos zu machen. So steigen wir aus und machen Fotos mit der wunderschönen Tier. Wieder schnell ins Auto, damit wir zum Abendessen noch zu Hause sind. So lernen wir die unglaublich nette Gastfamilie von Jena kennen, Ma’am Dobert und Bischof Jimi, die mir im Laufe des Wochenendes richtig ans Herz wachsen.

Nach dem Abendessen geht es auch direkt in die Kirche zu einer kleinen Jugendaktivität.

Jena warnt uns schon mal vor, um 4:30 und um 6 singt es eine halbe Stunde von der Kirche aus durch Lautsprecher zum Gebet. Man wird ja trotzdem schlafen könne, so geräuschempfindlich bin ich ja nicht. Pech gehabt, die Kirche ist so nah am Haus, dass an Schlafen nicht zu denken ist. So liege ich eine halbe Stunde lang jeweils wach, und warte. Wie hält Jena das nur jeden Morgen eine halbe Stunde lang aus?

Dann geht es zum Gottesdienst auf Visayas, welchen wir wieder mal nicht verstehen. Trotzdem versuchen wir die Lieder mitzusingen, und mit zu machen. Nach gleich zwei Mittagessen geht es los. Wir fahren in ein Resort. Ein wunderschönes Erlebnis. Wir haben sehr viel Spaß beim Schwimmen und bei den vielen Fotoshootings. Das nächste Mal geht es an den Strand, das steht jetzt schon mal fest.

Glücklich und überwältigt geht es nach Hause. Wir drei Mädchen fallen todmüde ins Bett, denn am Morgen müssen wir früh raus. Wir fahren nach Tacloban. So stehen wir am nächsten Morgen früh am Straßenrand und warten auf den Bus. Der kommt dann und wann mal, man muss nur warten. Wir steigen nach ungefähr 15 Minuten Wartezeit in den Reisebus ein, merken dann erst, dass der Bus etwas voll ist, und wir gar keine Sitzplätze mehr haben. Lea findet zum Glück noch einen Platz. Jena und ich setzen sich auf die Stufen in der Nähe des Fahrers. Das ist keine so gute Idee, denn wir müssen ständig aufstehen, da immer neue Fahrgäste einsteigen. So lande ich schließlich auf Leas Schoß und Jena mitten in der Schlange stehender Menschen. Zum Glück steigt der Fahrgast neben Lea nach gut einer Stunde aus, wodurch wir uns zu dritt auf den Doppelsitz quetschen und einen kleinen Powernap machen.

So kommen wir in Tacloban an, fahren Jeepney und genießen es zu dritt die Stadt zu erkunden. Erst die Pflicht und dann das Vergnügen. Also fahren wir zum Visabehörde, versuchen die Angelegenheit zu klären, und machen uns dann auf in die Stadt. Nach einer kleinen Shoopingtour (wir versuchen Schuhe in Jenas Größe zu finden, klappt leider nicht), kaufen wir uns einen Obstbecher und Donuts und schon geht es zurück nach Kananga. Denn leider müssen Lea und ich früher zurück nach Cebu, da überraschenderweise mein Koordinator aus Manila in Cebu ist, um mit mir zu reden. Dieses Mal ist der Bus fast leer, und so quatschen wir die ganze Fahrt durch und bewundern die wunderschöne Landschaft. Wir bemerken, dass wir mit großen Augen Auto und Bus fahren und uns immer noch nicht an die wunderschöne Aussicht auf Reisfelder und Palmen gewöhnt haben.

Leider machen Lea und ich uns dann auch relativ schnell wieder auf nach Cebu, und das fast mit Tränen in den Augen. Denn wir hatten eine so schöne Zeit bei Jena und hoffen, dass sich das so schnell wie möglich wiederholt. 

 

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Kommentare

  1. 1. JenaSamura  |  02 Oktober 2015, 15:49

    Gaaanz, gaaanz bald! Es war wundervoll euch zu sehen <3

 

 

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