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Routine?!

Autor: Flora | Datum: 24 September 2015, 15:16 | 2 Kommentare

Einen ganzen Monat bin ich jetzt hier auf den Philipinnen, kaum zu glauben.

In den letzten zwei Woche durfte ich eine gewisse Routine erleben. Jeden Morgen um halb sechs aufstehen, schnell noch die Uniform bügeln und dann schnell los ins Krankenhaus. Bloß nicht zu spät kommen. Naja so schlimm wäre das nun auch nicht, denn die Krankenpfleger/in müssen sich zwar pünktlich zum Dienst melden, aber das danach folgende Endorsement dauert bestimmt eine halbe bis dreiviertel Stunde, welches ich leider dank meiner mangelnden Sprachkenntnisse nicht so ganz verstehe. So probiere ich vergebens nicht einzuschlafen, zurück ist das Gefühl einer langweiligen ersten Unterrichtsstunde. Meine Schicht kann sich sehr lang und sehr kurz zu gleich anfühlen. Das hängt ganz davon ab, ob die Krankenpflerger/innen freundlich und verständnisvoll sind oder einfach nur ihren Job erledigen wollen. Zum Glück gibt es hier viele Austauschprogramme mit anderen Organisationen, sodass das Personal sich schon gut damit auskennt. Trotzdem kann es ab und zu doch etwas langweilig werden, wenn dann doch Papierkram erledigt werden muss. Aus versicherungstechnischen Gründen kann ich da leider nicht so gut mithelfen, auch grundsätzlich beschränkt sich meine Tätigkeit auf beobachten. Die Schicht endet theoretisch um drei Uhr nachmittags, praktisch bin ich immer erst um vier Uhr zu Hause. Ja mittlerweile kann ich zu Hause schreiben, denn das Heimatgefühl, wenn ich in mein Zimmer, ein Dormatory, betrete, hat sich eingestellt. Meist verbringe ich den restlichen Nachmittag damit, im Büro des Hostel, Cendet, rumzuhängen oder ab und zu zur Mall zu laufen, aber grundsätzlich bin ich viel zu müde für weitere Unternehmungen. Und so falle ich todmüde meist schon so gegen neun ins Bett.

Zwei Wochen dauert mein Praktikum im Krankenhaus jetzt schon, sodass ich zwei Abteilungen als Krankenschwester beobachten durfte. So habe ich die Arbeit in der Pediatrie und im OP gesehen und viel, viel gelernt. Besonders im OP macht es immer mehr Spaß, die verschiedenen Operationen sehen zu dürfen und ab und zu einen Blick auf das Geschehen zu werfen. Die Krankenpflerger/innnen sind sehr nett, sodass es nicht schwer fällt nach ein paar Tagen ohne Aufregung zur Arbeit zu gehen.

Zwar gibt es immer noch keinen genauen Plan wie es hier so mit mir weiter gehen soll, aber eines habe ich hier gelernt, mich zu entspannen und es einfach laufen zu lassen. Das gibt Raum für Spontanität, sodass ich nächstes Wochenende nach Leyte, Kananga fahren und Jena besuchen werde. Mit im Gepäck ist Lea. Lea ist vor einer Woche hier gelandet und kommt aus dem wunderschönen kleinen Städten Oldenburg. Es tut unglaublich gut mal wieder deutsch zu sprechen und sich richtig austauschen zu können. Das geht zwar auch mit Anderen, aber meine Englischkenntnisse sind noch nicht so weit für tiefgründige politische Debatten, wie persönliche Problemegespräche. So werde ich Montag mit ihr zusammen in ein Doppelzimmer ziehen und dann hoffentlich für länger als zwei Wochen in einem Raum schlafen.

Eine Routine hat sich trotzdem noch nicht so richtig eingestellt. Zum einen fühle ich mich langsam wie ein Teil der Kultur, andererseits gibt es immer noch Momente in denen ich überrascht werde, und über meinen eigenen Schatten springen muss. Und sei es nur Muscheln probieren zu müssen! 

 

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Kommentare

  1. 1. JenaSamura  |  24 September 2015, 16:17

    Yeeaay!:-)

 

 

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